Guddzje - Saarlands Straßenzeitung

Hier stellt sich die Saarbrücker Straßenzeitung vor

Sie nennt sich GUDDZJE nach dem bekannten babbigen saarländischen Bonbon, das sowohl bitter (aber heilsam wie ein Huschdeguddzje) wie auch süß und lieblich schmecken kann.

Es gibt sie seit 1999, die Straßenzeitung, sie wird von einem ehrenamtlich arbeitenden Redaktionsteam erstellt, zusammen mit wohnungslosen Menschen bzw. Menschen, die mit der so genannten bürgerlichen Norm nichts am Hut haben, diese Norm nicht annehmen können oder wollen, trotzdem aber zu uns gehören. Für die sollte sie ein Sprachrohr sein, also die Verbindung herstellen zur so genannten bürgerlichen Welt. Verkauft wird die Zeitung ebenfalls von wohnungslosen bzw. Not leidenden Menschen, als bescheidenes Zubrot sozusagen (die Hälfte des Zeitungspreises bleibt dem Verkäufer), als kleiner Einstieg in eine geregelte Tätigkeit.

von Nanette Koch